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Wer einen urlaub oman mit dem Mietwagen plant, findet in diesem Land ideale Voraussetzungen für einen Roadtrip: gut ausgebaute Straßen, überschaubare Distanzen und eine beeindruckende landschaftliche Vielfalt auf engstem Raum. Die folgende Route eignet sich für rund zehn Tage und führt einmal quer durch die schönsten Regionen des Sultanats. Tag 1 bis 3: Muskat und UmgebungDer Roadtrip beginnt klassischerweise in der Hauptstadt Muskat, wo sich zwei bis drei Tage gut nutzen lassen, um sich an das Land zu gewöhnen. Die Sultan-Qaboos-Moschee, das Royal Opera House und der historische Souk von Muttrah stehen ganz oben auf der Liste. Ein Tagesausflug in die Berge rund um Muskat, etwa zum Fischerdorf Qantab oder in die Bucht von Bandar Khayran, lohnt sich für erste Schnorchelerlebnisse, bevor es tiefer ins Landesinnere geht. Tag 4 und 5: Nizwa und das Hajar-GebirgeVon Muskat aus führt die Route landeinwärts nach Nizwa, der früheren Hauptstadt Omans. Die mächtige Festung sowie der traditionelle Freitagsmarkt, auf dem Vieh, Datteln und Silberschmuck gehandelt werden, geben einen authentischen Einblick in das ländliche Oman. Von Nizwa aus ist der Jebel Shams, der höchste Berg des Landes, in etwa einer Stunde erreichbar. Die als „Grand Canyon Omans” bekannte Schlucht Wadi Ghul bietet spektakuläre Wanderwege entlang steiler Felskanten. Auch das Bergdorf Misfat Al Abriyeen mit seinen jahrhundertealten Bewässerungssystemen und Terrassenfeldern ist einen Zwischenstopp wert. Tag 6 und 7: Wahiba-SandwüsteWeiter geht es Richtung Osten in die Wahiba-Sandwüste, eines der eindrucksvollsten Wüstengebiete der arabischen Halbinsel. Hier empfiehlt sich eine Übernachtung in einem Beduinencamp, inklusive Dünenfahrt mit dem Geländewagen und Kamelritt bei Sonnenuntergang. Nachts zeigt sich, fernab jeglicher Lichtverschmutzung, ein außergewöhnlich klarer Sternenhimmel, der zu den Höhepunkten vieler Omanreisen zählt. Tag 8: Wadi Bani Khalid und die KüsteAuf dem Weg zur Küste bietet sich ein Stopp am Wadi Bani Khalid an, einer Oase mit türkisfarbenen Pools, die von Fels umgeben sind und zum Baden einladen. Anschließend führt die Route weiter nach Sur, einer traditionsreichen Hafenstadt, die für ihren historischen Dhau-Schiffbau bekannt ist. Tag 9: Ras al-JinzNicht weit von Sur entfernt liegt Ras al-Jinz, eines der wenigen Schutzgebiete weltweit, in dem Grüne Meeresschildkröten regelmäßig zur Eiablage an den Strand kommen. Nächtliche, geführte Touren ermöglichen es Besuchern, dieses Naturschauspiel aus respektvoller Entfernung zu beobachten – ein Erlebnis, das viele Reisende als eines der eindrücklichsten der gesamten Reise beschreiben. Tag 10: Rückkehr nach MuskatDer letzte Tag der Route führt zurück nach Muskat, wo genügend Zeit bleibt, um letzte Souvenirs auf dem Souk zu erstehen oder die Küstenpromenade Corniche ein letztes Mal zu genießen, bevor der Rückflug ansteht. Praktische Hinweise zur RouteFür diese Strecke reicht in der Regel ein normaler Mietwagen aus, wobei ein Allradfahrzeug für Abstecher in die Wahiba-Sandwüste und zu einigen abgelegeneren Wadis empfehlenswert ist. Die Gesamtstrecke beläuft sich auf etwa 1.000 bis 1.200 Kilometer, was bei den kurzen Tagesetappen entspannt zu bewältigen ist. Die beste Reisezeit für diese Route liegt zwischen Oktober und April, da die Temperaturen dann sowohl für Wüstenausflüge als auch für Bergwanderungen angenehm bleiben. FazitDiese zehntägige Route zeigt, wie kompakt und dennoch vielseitig Oman als Reiseland ist: Innerhalb weniger Tage lassen sich Berge, Wüste, Küste und Kultur miteinander verbinden, ohne dass lange Fahrzeiten den Reisegenuss schmälern. Für alle, die einen abwechslungsreichen Roadtrip abseits der ausgetretenen Pfade suchen, bietet Oman damit eine der attraktivsten Optionen im Nahen Osten.
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