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Stretchfolien sind im modernen Warenverkehr nicht mehr wegzudenken. Egal, ob es um sichere Palettierung im Logistikzentrum, das Bündeln kleinerer Güter am Produktionsplatz oder den Schutz empfindlicher Erzeugnisse auf dem Versandweg geht, sie bieten flexible Lösungen für unterschiedlichste Anforderungen. Sowohl der Hand- als auch der Maschineneinsatz haben in puncto Effizienz und Schutz klare Daseinsberechtigungen, doch oft stellt sich die Frage, für welchen Zweck welche Stretchfolie eigentlich besonders geeignet ist und worauf beim Kauf und Einsatz zu achten ist.
Was sind Stretchfolie und welche Eigenschaften machen sie aus?Stretchfolien bestehen überwiegend aus Polyethylen (PE) und zeichnen sich durch eine hohe Dehnbarkeit sowie Rückstellkraft aus. Dank ihrer enormen Flexibilität passen sie sich jeder Form von Ware oder Palette an, um einen festen Halt und oberflächenschonenden Schutz zu garantieren. Die Folien lassen sich auf bis zu 300 Prozent ihrer Ausgangslänge dehnen. Genau diese Fähigkeit macht sie in der Transportverpackung so universell. Typische Merkmale guter Stretchfolie sind nicht nur die Elastizität, sondern auch Durchstoßfestigkeit und Reißfestigkeit. Diese Eigenschaften verhindern, dass Waren während des Transports oder der Lagerung auseinanderfallen oder gar beschädigt werden. Moderne Stretchfolien verfügen zudem oftmals über eine einseitige Haftung, damit sich Paletten sicher wickeln lassen, ohne dass Folienbahnen aneinanderkleben und das Handling erschweren.
Wie unterscheiden sich Hand- und Maschineneinsatz bei der Anwendung von Stretchfolie?Beim Verpacken mit der Hand werden Stretchfolien meist auf handlichen Rollen angeboten, die per Abroller manuell um die Ware gewickelt werden. Dieser Anwendungsbereich eignet sich vor allem für kleine bis mittlere Mengen sowie dort, wo Flexibilität gefragt ist, etwa im Einzelhandel, bei der Kommissionierung oder in Werkstätten mit wechselndem Warenspektrum. Der große Vorteil: Mitarbeiter können spontan verschiedene Warenformate sichern, ohne komplexe Technik einzusetzen. Allerdings ist der Verbrauch meist höher und die Wicklung oft weniger gleichmäßig fest als bei der maschinellen Alternative.
Maschinenstretchfolien wiederum kommen in Lager- und Produktionsbetrieben zum Einsatz, in denen Palettenware standardisiert und in großen Stückzahlen verpackt wird. Dreharm- oder Drehtellerwickler übernehmen das straffe, wiederholgenaue Umschließen: Das spart Zeit und gewährleistet einen exakten Materialeinsatz, da die Folien bis zum maximalen Dehnungsgrad ausgenutzt werden können. Zudem ist das Risiko menschlicher Fehler beim Wickelbild sehr gering, was vor allem bei empfindlicher oder schwerer Ware für mehr Sicherheit sorgt. Nicht zuletzt können Maschinen auch dünnere Folientypen effizient einsetzen. Ökonomisch wie ökologisch ist das ein Vorteil, den auch Stretchfolie bietet.
Wie wähle ich die optimale Stretchfolie: Qualitätskriterien, Lagerung und Nachhaltigkeit?Wer die passende Stretchfolie auswählt, schaut nicht nur auf das Material, sondern auch auf Folienstärke, Reißfestigkeit und Haftung. Für schwere Paletten empfiehlt sich beispielsweise eine Folienstärke ab 23 Mikrometer, während bei leichten Gütern auch dünnere Varianten ausreichend sind. Beim Test auf Durchstoßfestigkeit zeigt sich schnell, welche Folie für Ecken und Kanten geeignet ist. Eine hochwertige Folie bleibt bei Temperaturschwankungen flexibel und schützt zuverlässig vor Schmutz sowie Feuchtigkeit.
Die richtige Lagerung spielt ebenso eine Rolle: Stretchfolien sollten trocken, kühl und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt gelagert werden, da Hitze oder UV-Licht das Material spröde machen können. Wer auf Nachhaltigkeit achtet, sollte auf recycelbare Materialien und Mehrschichtfolien setzen, die bei geringem Rohstoffeinsatz hohe Effizienz bieten. Transparente Folien erleichtern die Warenidentifikation, farbige oder blickdichte Folien hingegen schützen sensible Güter vor Licht und unerwünschten Blicken.
Immer mehr Anbieter setzen zudem auf den vermehrten Einsatz von Rezyklaten oder bio-basierte Rohstoffe. Entsprechende Zertifikate oder Umweltlabels geben Orientierung bei der Auswahl und ermöglichen einen messbaren Beitrag zu Ressourcenschonung und Klimaschutz, ohne dass dabei Einbußen bei Sicherheit und Handhabung entstehen.
Fazit: Stretchfolie gezielt auswählen und effizient nutzenWer den Umgang mit Stretchfolie auf seine Warenströme abstimmt, spart Material, schont Ressourcen und erhöht die Transportsicherheit spürbar. Handstretchfolien bieten flexible, schnelle Lösungen bei kleinen Volumina. Maschinenstretchfolien punkten bei Standards und großen Mengen. Qualitätsmerkmale wie Reißfestigkeit, Dehnbarkeit und Nachhaltigkeit entscheiden, welche Folie für den jeweiligen Einsatz die richtige ist. Mit durchdachter Auswahl und sorgfältiger Lagerung bleibt Stretchfolie ein unverzichtbares Hilfsmittel vom Einzelhandel bis zur Logistikzentrale. |

